Pferde-Osteopathie
Geschichte und Entwicklung der Pferde-Osteopathie
Die Osteopathie ist keine neue Wissenschaft oder
Modeerscheinung. Sie wurde bereits vor
mehr als hundert Jahren von Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917)
begründet. Bei seinen
Studien fand er immer deutlichere Anzeichen dafür, daß viele Krankheiten
durch Be-
wegungsverluste bzw. Blockaden von Gelenken, Muskeln, aber auch von Organen und
anderen Geweben hervorgerufen werden. Eine Korrektur dieser Bewegungsverluste
führte
zu einer Genesung.
1874 schuf er den Begriff der Osteopathie. Der
Begriff setzt sich aus den griechischen
Wörtern "os" für "Knochen" und "pathos" für "Leiden" zusammen, also
"Knochenleiden".
Die Anwendung der Osteopathie in der Tiermedizin ist schließlich dem
französischen
Tierarzt Dominique Giniaux zu verdanken, der das humane osteopathische Prinzip auf
die
Pferde übertrug.
Nach Deutschland kam die Pferde-Osteopathie durch
die Zusammenarbeit von Pascal
Evrard und Beatrix Schulte Wien, einer Physiotherapeutin und Human-Osteopathin.
Sie
gründete 1997 auf dem Hof Thier zum Berge in Dülmen das erste Deutsche Institut
für
Pferde-Osteopathie (DIPO).
Mit der ab 2003 eingeführten Zusatzbezeichnung "Pferdeosteotherapeut"
(meint dasselbe
wie "Pferde-Osteopath") hat die Tierärztekammer Westfalen-Lippe als erste
in Deutschland
diese Weiterbildung offiziell anerkannt. Damit ist die Pferde-Osteopathie
in den Kreis der
alternativen oder komplementären Behandlungsmethoden aufgenommen worden.
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